Birnen-Erlebnisweg – Vom Schatz, Most und Leben des Johann Kirchweger

Birnen-Erlebnisweg Öhling – Schätze des Mostviertels

Mit dem Birnen-Erlebnisweg in Öhling wurde ein neuer Erlebnisweg geschaffen, der Geschichte, Mostviertler Kulturlandschaft, Naturerlebnis und seelische Gesundheit miteinander verbindet. Der Weg führt vom Kirchwegerpark im Ortszentrum Öhling bis zum Mostviertel Mostbirngarten und macht die Bedeutung von Johann Kirchweger, der Mostbirne und der Region Moststraße auf zeitgemäße Weise erlebbar. Interaktive Stationen, Rastplätze, Sitzmöglichkeiten, der Mostbirngarten, das Schatzfass und die begehbare Aussichtsbirne laden zum Entdecken, Verweilen und Durchatmen ein.

(c)moststraße/cleanhill studios

Warum ist das Projekt wichtig?

Der Birnenerlebnisweg stärkt die regionale Identität und macht sichtbar, wie sehr Öhling, die Moststraße und das Mostviertel von Johann Kirchweger geprägt wurden. Kirchweger war Landwirt, Unternehmer und Förderer der Region. Sein Wirken ist bis heute spürbar, unter anderem im Meierhof, im heutigen Umfeld von Mostelleria und Hopfenbirnbräu sowie durch seine Grundstücksspende für das heutige Landesklinikum Mauer.

Gleichzeitig rückt das Projekt die Mostbirne und die Streuobstkultur in den Mittelpunkt. Der Weg führt zum größten Mostbirngarten Europas, in dem seit 2004 auf rund 20 Hektar ungefähr 12.000 Bäume alter Mostbirnsorten gepflanzt wurden. Damit wird Sortenvielfalt nicht nur erklärt, sondern direkt in der Landschaft sichtbar gemacht.

Im Zusammenhang mit der Niederösterreichischen Landesausstellung 2026 erfüllt der Erlebnisweg eine wichtige ergänzende Funktion. Er schafft einen natürlichen Ruheraum, der Bewegung, Achtsamkeit und Erholung ermöglicht und damit einen direkten Bezug zum Thema seelische Gesundheit herstellt.

Was ist dabei herausgekommen?

Entstanden ist ein rund 2,5 Kilometer langer Erlebnisweg mit etwa 45 Minuten Gehzeit. Der Weg verbindet das Ortszentrum Öhling, den Kirchwegerpark, die Mostelleria, das Hopfenbirnbräu, den Spielplatz beim Musikheim und den Mostviertel Mostbirngarten.

Der Weg umfasst vier Hauptstationen mit den Themen Schätze des Mostviertels, Aufstieg der Mostbauern, Ein erfülltes Leben und Engagement, das bleibt. Dazu kommen Informationsstationen zur Mostbirne, zur Geschichte der Region, zu alten Birnsorten und zu Johann Kirchwegers Vermächtnis.

Als besondere Erlebnisobjekte wurden das Schatzfass und die Aussichtsbirne umgesetzt. Das Schatzfass lädt dazu ein, die Region Mostviertel spielerisch aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Die begehbare Aussichtsbirne macht die Mostbirne selbst zum sichtbaren Wahrzeichen des Weges und bietet einen besonderen Blick auf den Mostbirngarten und die umliegende Landschaft.

Wer wird damit angesprochen?

Angesprochen werden Einheimische, Gäste der Region, Familien, Kinder, Seniorinnen und Senioren, Bewegungssuchende, Erholungssuchende sowie Besucherinnen und Besucher der Niederösterreichischen Landesausstellung 2026. Auch Gäste der Mostelleria und des Hopfenbirnbräu erhalten durch den Weg ein zusätzliches Erlebnisangebot direkt im Umfeld.

Der Birnenerlebnisweg eignet sich für kurze Spaziergänge, kleine Ausflüge, bewusstes Naturerleben und die Vermittlung regionaler Geschichte. Damit spricht er sowohl Menschen an, die sich erholen möchten, als auch jene, die mehr über die Mostbirne, die Moststraße und Johann Kirchweger erfahren wollen.

Worin bestand die Herausforderung?

Die Herausforderung bestand darin, mehrere Themen zu einem stimmigen Erlebnis zu verbinden. Der Weg sollte nicht nur Informationen vermitteln, sondern Geschichte, Landschaft, Mostkultur und seelische Gesundheit erlebbar machen.

Zugleich musste das Projekt für unterschiedliche Zielgruppen funktionieren. Kinder sollen entdecken und spielen können, Erwachsene sollen Wissenswertes zur Region und zur Mostbirne erfahren, Einheimische sollen sich mit ihrer Geschichte identifizieren können und Gäste sollen einen verständlichen Zugang zur Mostviertler Kulturlandschaft erhalten.

Besonders wichtig war daher eine klare Erzählung. Der Weg folgt der Spur Johann Kirchwegers und verbindet sein Leben mit der Entwicklung des Mostviertels, der Bedeutung der Mostbirne und der Frage, wie Natur und Kulturlandschaft auf unser Wohlbefinden wirken.

Wie ist das Projekt zum Fliegen gekommen?

Das Projekt kommt durch die Verbindung von starker Geschichte, klarer regionaler Identität und sichtbaren Erlebnisobjekten zum Fliegen. Johann Kirchweger bietet als prägende Persönlichkeit einen roten Faden, die Mostbirne liefert das starke Symbol und der Mostbirngarten macht die Kulturlandschaft unmittelbar erlebbar.

Besonders wertvoll ist, dass der Weg nicht nur Wissen vermittelt, sondern zur Achtsamkeit einlädt. Die Besucherinnen und Besucher können sehen, hören, riechen, tasten und schmecken und die Natur bewusst wahrnehmen. Damit wird der Birnenerlebnisweg zu einem Ort, der regionale Geschichte erzählt, Bewegung fördert und zur Erholung beiträgt.

Projektträgerin:
Marktgemeinde Oed Oehling

Projektstandort:
Ortsgebiet Öhling rund um Kirchwegerpark, Meierhof, Mostelleria, Spielplatz Musikheim und Mostviertel Mostbirngarten

Projektleitung:
Bgm. KR Michaela Hinterholzer

Beteiligte Partnerinnen und Partner:
Agentur leerzeichen, Roman Dachsberger, LEADER Region Tourismusverband Moststraße, Hopfenbirnbräu Öhling, Mostelleria Öhling

Eröffnung:
April 2026

Bauliche und inhaltliche Maßnahmen:
Neugestaltung des Kirchwegerparks mit Brunnen und Schautafel zu Johann Kirchweger, Spielplatz beim Musikheim mit Fass, begehbare Aussichtsbirne, Sitzmöbel, Wegführung zum Mostbirngarten, zur Mostelleria, zum Kirchwegerpark und ins Ortszentrum sowie Beschilderung und interaktive Stationen

Öffnungszeiten:
Jederzeit frei begehbar

Eintritt:
Kostenlos

Weiterführende Links:

Mostviertel Tourismus

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